Rheinhessisches Meer - Ein Gartenteich
  Rohbau
 

Dies war Anfang Mai die Ausgangsituation:



Ein „Plastikwannenteich“ mit Kies-Bachlauf, gespeist aus einem PVC-Folienteich. Leider existiert nur ein Bild aus der Bauphase im Jahr 2000, bei der Gelegenheit mussten wir feststellen, dass wir gar keine Bilder von unserem alten Teich gemacht haben …

Unser alter Teich war nicht mehr dicht und die vielfache Suche nach dem vermeintlichen Leck blieb erfolglos. Zu klein war er uns auch, also die perfekte Voraussetzung um im Urlaub, statt einer schönen Reise, tiefe, grosse Löcher in den Garten zu graben.


Der Neubau:

Geplant wurde ein Hauptteich im unteren Teil des Gartens mit Bachlauf aus einem kleineren Quellteich im oberen Gartenteil. Ferner wird die Teichanlage nach Abschluss der Bauarbeiten an den eben beschriebenen Teichen um einen zweiten Bachlauf, „Wiesenbach“, etwa 10m lang, erweitert.

Auch das Dokumentieren des Neubaus kam anfangs etwas kurz. Daran gedacht haben wir erst, als schon das Vlies fast fertig ausgelegt war (und natürlich auch, als es draussen schon fast dunkel war)
 



Verarbeitet wurde ein Vlies mit 300g/m² doppellagig, im Bodenbereich dreilagig, mit einer 5cm starken Sandschicht darunter. Der untere, grössere Teich hat eine Grösse von 4,5m x 4,0m und ist an der tiefsten Stelle (ca. 2,5m²) eine Tiefe von 110cm.




Zur Abdichtung des Teiches haben wir uns, in Abwägung der in der Literatur vielfach diskutierten Vor- und Nachteile, für eine 1,14mm dicke EPDM-Folie entschieden



Der „grosse“ Teich wird das erste Mal befüllt. Da (leider) in unmittelbarer Nähe zum Teich eine Hecke und viele Büsche und Bäume stehen, haben wir einen Oase Biosys-Skimmer integriert. In diesen Skimmer arbeitet eine Pumpe (Teichmax 4500, Fa. Sprick, Bad Kreuznach), die das Wasser über einen Oase-Druckfilter (Filtoclear 6000) leitet.

Im oberen Teil des Bildes sind noch „Reste“ unseres alten Teiches zu sehen. Da wir ziemlich viele Pflanzen und auch fünf Fische während der Baumassnahmen weiterhin „beherbergen“ mussten, waren wir gezwungen, den Teich in Etappen zu bauen.



Kaum war das Wasser eingelassen, fand die Inspektion unseres Projektes durch unser „Wollknäulchen“ statt, die die Umgestaltungen in „ihrem“ Garten kritisch begutachtete

Nach dem Umzug der Pflanzen und Fische in den unteren Teich konnten wir mit den Bauarbeiten am oberen Teich und dem Bachlauf beginnen.



Der obere Teich hat eine Grösse von 2,5m x 2,5m und eine Tiefe von 60cm.



Der Bachlauf, der eine Höhendifferenz zwischen den beiden Teichen von 60cm überbrückt, wurde ausschliesslich mit Steinen aus unserer Region, die wir in langer Vorbereitungsphase selbst gesucht haben, gestaltet. Die zwei Kaskadensteine befestigten wir mit Beton (Mischverhältnis 3:1). Die Steine in der Vertiefung, sowie im oberen Teil des Bachlaufes sind nicht betoniert, zum Schliessen der Zwischenräume zwischen den Steinen haben wir für ein Sand-Lehm-Gemisch entschieden. Die Folienstücke wurden mit einem Fertigkleber verbunden. Wir haben uns bei der Wahl der Verbindung auf die Erfahrung der Fa. Sprick verlassen und auf die in einschlägiger Literatur oft beschriebene Verbindung der EPDM-Folie durch „Klebestreifen“ verzichtet.



Ein erster Test zeigt, dass das Wasser (auch zu unserer Überraschung) tatsächlich so fliesst wie wir uns das vorgestellt haben.




Die Vertiefung im Bachlauf wurde angelegt, um dort zwei Sumpfdotterblumen und Ablegern des Vergissmeinnicht eine neue Heimat zu geben.

Im Überblick sieht das gesamte Projekt nach der "Rohbauphase" so aus:




Kaum war das Wasser eingelassen und die Anlage mit Bachlauf im Probebetrieb, zogen auch erste, neue Bewohner ein:

 
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